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Experiment mit Edding …

 

Gudrun Kühnau liebt das Ausprobieren auf kleinem Format. In der Vergangenheit hat sie oft farbenprächtige Zeichnungen mit ornamental-floralen Motiven geschaffen, die sie gerne für Glückwunschkarten oder ähnliche Anlässe verwandte. Ihre neueste Arbeit hat sie ganz ungewohnt mit einem weißen Eddingstift auf schwarzem Untergrund ausgeführt, was auf den ersten Blick ungewohnt düster und aggressiv wirkt. Bei näherer Betrachtung wird aber klar, daß es sich um eine weiteres Experiment handelt, und die Künstlerin sich die gute Stimmung keinesfalls von der Seuche hat verderben lassen. Denn zwischen den Gesichtern, Masken, Männchen und Herzen finden sich nicht nur der Hinweis auf „Corona“, sondern auch die Worte „Sie“, „Wir“, „Ich“, „Au weh“ und „Hi Ha“. Sehr schön - und politisch total korrekt, weil ein schwieriges Thema in einfacher Sprache aufgearbeitet wird.

… und ein magischer Spiegel

 

In ihrem Fenster in der Unteren Ritterstraße hatte Ortrun H. Heine kürzlich unter dem Titel „SCHAUinsFENSTER“ eine Reihe von Portraits ausgestellt. Die Resonanz war überwältigend. Auf allen Kanälen erhielt die Künstlerin positive Rückmeldungen, und manch einer klopfte gar persönlich am Küchenfenster, um Näheres über die dargestellten Personen zu erfahren.

 

Die schönste Reaktion war freilich die vom 15. Mai. An diesem Tag entdeckte Frau Heine im Hof ein halb im Blumenbeet verstecktes geheimnisvolles Päckchen. Es war viel zu groß für den Postkasten - wahrscheinlich hatte es jemand über die Mauer geworfen. Voller Spannung und Freude öffnete sie das Päckchen. Darin war eine Zeichnung. Sie erkannte sich sofort, wie in einem magischen Spiegel. Weich und sanft porträtiert mit einer Blattkette um den Hals und wilden, bunten Haaren, die fast jugendstilartig als Blumenranken enden. Darin blühen die buntesten Blumen und bieten Platz für Insekten und eine kleine Schnecke. Da hatte jemand nicht nur sie, sondern auch ihren Charakter gezeichnet! Aber wer? Die Absenderangabe „Oster…!?? / Triebweg 89“ veranlaßte sie zu einer Überprüfung vor Ort. Dort stand sie nun, auf der Gemeindewiese zwischen Obstbäumen und Blumen im Gras! Als ein Hase ins Gebüsch flüchtete, wußte Frau Heine, welcher Absender gemeint war: Kurz vor Pfingsten, da kann es nur der Osterhase gewesen sein! Zum Dank hängte sie folgende Nachricht an einen Ast:

 

EUCH, die Ihr den Osterhasen unterstützt habt, sagt Ortrun H. Heine aus tiefstem Herzen:

 

DANKE für die Freude, die Ihr mir gemacht habt!

 

DANKE für das Sanfte, Freundliche im Porträt.

 

DANKE für das Wilde im Haar.

 

DANKE für die bunte, fröhliche Leichtigkeit meiner Haare.

 

DANKE für den zu mir passenden Danke-Text.

 

DANKE FÜR DEN MAGISCHEN SPIEGEL!